«Google for Jobs» – Was ist wirklich neu?

13.09.2019

Google for jobs

Der Praxistest

Jobsuche auf Google ist nicht neu. Wer bisher nach Stellen gesucht hat, der erhielt über Google die Anzeigen von den bekannten Suchplattformen wie jobs.ch, topjobs, indeed etc. Dazu kamen die Jobs der Personalvermittler wie auch die der Firmen direkt.
Die Suchtreffer von Google wirkten oft qualitativ recht unspezifisch, manchmal sogar zufällig, geprägt von einer eher geringen Auswahl an passenden Angeboten. Dazu fehlte die Möglichkeit, die Suche professionell über Kriterien zu gestalten, um qualitativ bessere und relevantere Ergebnisse zu erhalten.

Mit dem Start von «Google for Jobs» am 10. September soll sich das nun auch in der Schweiz ändern. Es handelt sich nicht um eine eigene Website oder App, wie z.B. Google Maps. Und es ist nicht zu verwechseln mit „Google Careers“, der hauseigenen Recruiting Seite von Google als Arbeitgeber selbst.

Wie funktioniert es? 

Sie geben bei Google ganz gewohnt im Suchfenster Ihren Suchbegriff oder einfach nur «Jobs» und vielleicht die Stadt ein. «Jobs in der Nähe» funktioniert auch recht gut. Die neue Übersicht der Suchresultate ist neu in die Suche von Google integriert. Bei den Treffern erscheint neu recht weit oben eine Box mit einer ersten Auswahl an passenden Jobs. Beim Klick auf diese Box oder ein Resultat öffnet sich die Google for Jobs Seite und man kann analog zu bereits bekannten Jobsuchmaschine Suchkriterien wie Titel, Firma oder Lohn nutzen und die Suche verfeinern (siehe Abbildung). Von dort geht es direkt zum Ursprung der Stellenanzeige, auf die man sich wie gewohnt bewerben kann. Beim Test mit verschiedenen Browsern und Betriebssystemen stellten wir fest, dass diese integrierte Box mit den Suchresultaten nicht immer auftauchen wollte. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann das auf allen Systemen und Geräten laufen wird.

Google for Jobs Praxis Screenshot


Was ist der Vorteil?

Unser Eindruck der ersten Tage mit «Google for Jobs»: Eine neue effektive Alternative bei der Suche, die vor allem aus Sicht der Bewerber deutlich schneller flächendeckende Suchresultate ergeben kann. Interessanterweise findet sich neu die Jobsuche von  LinkedIn auch unter den Treffern, die bisher dort nicht angezeigt wurden. Mit dieser klaren Verbreiterung des Angebots kann man sich das Aufsuchen einzelner Jobplattformen vielleicht in Zukunft sparen. Die Qualitätsverbesserung der Treffer ist deutlich spürbar. Dies hängt im Wesentlichen von der neuen Zusammenarbeit von Google mit den Lieferanten der Anzeigen ab. Das sind zum einen die Jobplattformen wie Jobcloud oder LinkedIn, und zum anderen die Firmen selbst, die mit verstärktem SEO in der Zukunft zielgerichteter Anzeigen schreiben und publizieren werden.

Unsere Empfehlung

Nutzen Sie «Google for Jobs» als Ergänzung zur bestehenden Suchstrategie! Die Chance weitere Jobs zu finden, die Ihnen vielleicht bei der bisherigen Suche entwischt sind, ist einen Versuch wert. Längerfristig hängt der Erfolg von Google von der Qualität der Daten und den möglichen Suchkriterien ab, bei beiden besteht noch Verbesserungspotenzial.

Einen neuen Zugang zum deutlich grösseren verdeckten Arbeitsmarkt bietet aber auch Google nicht.  

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Schluchter, Licci & Partner AG . Basel – Zürich – Zug – Schaffhausen . info@schluchterlicci.ch